# Website-Backup erstellen: Anleitung vor jeder Änderung

> Ein vollständiges Website-Backup besteht aus zwei Teilen: allen Dateien, also System, Themes, Plugins und Uploads, und einem Export der Datenbank. Erstelle es vor jeder Änderung, lege mehrere Stände an verschiedenen Orten ab und prüfe mindestens einmal, ob sich das Backup auf einer Testumgebung tatsächlich wiederherstellen lässt.

- URL: https://kleinerauftrag.de/abwicklung/website-backup-erstellen/
- Sprache: de
- Aktualisiert: 2026-10-19
- Herausgeber: Kleiner Auftrag (OnlineBuilders LLC, https://onlinebuilders.biz)

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Hoffnung. Das klingt übertrieben, bis man einmal vor einem Archiv steht, in dem die Datenbank fehlt, weil das Backup-Plugin seit einem halben Jahr nur noch die Dateien gesichert hat. Oder vor einem Export, der sich nicht importieren lässt, weil er bei 80 Prozent abgebrochen ist.

Vor jeder Änderung an deiner Website, ob du sie selbst machst oder einen Entwickler beauftragst, brauchst du einen Stand, zu dem du zurückkannst. Wie du den erstellst und prüfst, zeigt diese Anleitung.

## Was ein vollständiges Backup enthält

Websites mit Redaktionssystem bestehen aus zwei Teilen, die getrennt gespeichert sind. Die WordPress-Dokumentation zu [Backups](https://developer.wordpress.org/advanced-administration/security/backup/) beschreibt das so: In der Datenbank liegen Beiträge und Kommentare, dazu die Einstellungen. In den Dateien liegen das System selbst, Themes, Plugins, hochgeladene Bilder und Konfigurationsdateien wie `wp-config.php` und `.htaccess`.

Wer nur die Dateien per SFTP herunterlädt, hat keine Inhalte gesichert. Wer nur die Datenbank exportiert, hat keine Bilder. Für eine Wiederherstellung brauchst du beides.

Bei anderen Systemen wie Joomla, TYPO3 oder einem selbst programmierten Shop gilt dasselbe Prinzip. Ausnahmen sind rein statische Websites ohne Datenbank, bei denen alle Dateien im Idealfall ohnehin in einem Git-Repository liegen.

**Backup und Wiederherstellung: die Reihenfolge**

1. **Sichern: Datenbank zuerst** Export als `.sql`-Datei, damit sie zum Stand der Dateien passt.
2. **Sichern: dann die Dateien** Alle Verzeichnisse, auch Uploads und Konfigurationsdateien.
3. **Ablegen** Beides zusammen in einem Ordner mit Datum, an mehreren Orten.
4. **Wiederherstellen: Dateien zuerst** Auf die Testumgebung kopieren.
5. **Wiederherstellen: dann die Datenbank** Importieren, bei geänderten Zugangsdaten `wp-config.php` anpassen.

Die Reihenfolge stammt aus der WordPress-Dokumentation: beim Sichern erst die Datenbank, beim Wiederherstellen erst die Dateien.

## Drei Wege zum Backup

**Über den Hoster.** Hoster bieten oft automatische Sicherungen und eine Wiederherstellung in ihrer Oberfläche an. Das ist bequem. Prüf aber, wie weit die Sicherungen zurückreichen, ob du sie selbst einspielen kannst und ob ein Download möglich ist. Ein Backup, das nur beim selben Anbieter liegt, hilft nicht, wenn genau dort das Problem liegt.

**Per Plugin.** Für WordPress gibt es Backup-Plugins, die Dateien und Datenbank in ein Archiv packen und an einen Cloud-Speicher schicken. Der Haken: Sie laufen innerhalb der Website, die sie sichern sollen. Geht etwas schief, merkt man es oft erst beim Wiederherstellen. Die WordPress-Dokumentation rät deshalb, auch bei automatischen Backups gelegentlich manuell zu sichern, um zu prüfen, ob die Automatik funktioniert.

**Manuell.** Mit SFTP-Zugang und Zugriff auf die Datenbank, etwa über phpMyAdmin, kannst du beides selbst herunterladen. Wer Zugang per SSH hat, schafft das mit zwei Befehlen:

```bash
# Datenbank exportieren (Zugangsdaten stehen in wp-config.php)
mysqldump -u DB_BENUTZER -p DB_NAME > backup-2026-10-19.sql

# Alle Dateien der Website in ein Archiv packen
tar -czf backup-2026-10-19-dateien.tar.gz /pfad/zur/website
```

Den Pfad zur Website zeigt dir der Hoster in seiner Oberfläche an. Danach lädst du beide Dateien per SFTP herunter und prüfst kurz, ob sie nicht verdächtig klein sind. Eine `.sql`-Datei mit wenigen Kilobyte bei einer Website mit hunderten Beiträgen ist ein Warnzeichen.

## Sonderfall Shopify und andere gehostete Shops

Bei gehosteten Shop-Systemen hast du keinen Zugriff auf Server und Datenbank. Shopify beschreibt in seiner [Hilfe zum Produktexport](https://help.shopify.com/en/manual/products/import-export/export-products) den CSV-Export unter anderem als Weg, die Produkte zu sichern. Weitere Daten wie Kunden oder Bestellungen lassen sich ebenfalls als CSV exportieren, das Theme lässt sich aus dem Admin-Bereich herunterladen.

Vollständig ist das nicht. Manche Einstellungen und Verknüpfungen stecken in keiner Exportdatei. Vor einer Theme-Änderung reicht es oft, das aktuelle Theme zu duplizieren und die Änderung an der Kopie vorzunehmen. Shopify erlaubt mehrere Themes im Shop, von denen nur eines veröffentlicht ist. Für mehr gibt es Backup-Apps, die du dir im Einzelfall ansehen solltest.

## Was in keinem Website-Backup steckt

Auch ein vollständiges Backup aus Dateien und Datenbank deckt nicht alles ab, was zu einer funktionierenden Website gehört. Ein paar Dinge liegen woanders und gehen bei einem Umzug oder Totalausfall gern verloren:

- **E-Mail-Postfächer**, die beim selben Hoster liegen. Sie gehören nicht zu den Website-Dateien und brauchen eine eigene Sicherung.
- **DNS-Einträge** der Domain, etwa für Mailversand, Verifizierungen bei Google oder Einträge für externe Dienste. Ein Screenshot der DNS-Verwaltung reicht als Notiz.
- **Geplante Aufgaben** auf dem Server, sogenannte Cronjobs, die zum Beispiel nachts eine Schnittstelle anstoßen.
- **Einstellungen bei externen Diensten** wie Zahlungsanbieter, Newsletter-Tool oder Formular-Spamschutz, die mit API-Schlüsseln an die Seite gebunden sind.
- **Server-Einstellungen** wie PHP-Version oder Weiterleitungen, die in der Oberfläche des Hosters gesetzt wurden.

Für einen kleinen Auftrag musst du nicht alles davon sichern. Aber du solltest wissen, dass es existiert, vor allem wenn der Entwickler an Mailversand, Domain oder Schnittstellen arbeitet. Im Ernstfall ist eine halbe Seite Notizen mit diesen Punkten Gold wert.

## Wo du Backups aufbewahrst

Die WordPress-Dokumentation empfiehlt, mindestens drei bis fünf aktuelle Backups aufzubewahren und sie an verschiedenen Orten abzulegen, etwa beim Hoster, in einem Cloud-Speicher und auf dem eigenen Rechner. Das Foto oben zeigt, warum: Ein Server, der abbrennt, nimmt jedes Backup mit, das auf ihm liegt.

Mehrere Stände sind wichtig, weil Fehler nicht immer sofort auffallen. Wenn eine Änderung am Montag ein Formular kaputtmacht und es am Donnerstag jemand merkt, hast du mit nur einem Backup vom Mittwoch keinen sauberen Stand mehr.

Denk an den Datenschutz. Ein Backup enthält dieselben Kundendaten wie deine Website. Liegt das Archiv unverschlüsselt in einem frei geteilten Cloud-Ordner, ist das ein Datenleck mit Ansage.

**Bevor ein Entwickler an deine Website geht**

- [ ] Datenbank-Export und Dateien vom heutigen Tag liegen vor
- [ ] Backup liegt nicht nur beim Hoster, sondern auch an einem zweiten Ort
- [ ] Größe der Dateien plausibel (keine Datenbank mit wenigen KB)
- [ ] Wiederherstellung wurde mindestens einmal auf einer Testumgebung geprüft
- [ ] Entwickler weiß, wo das Backup liegt und wie es eingespielt wird
- [ ] Eigenes Konto für den Entwickler angelegt

## Der Test, der ein Backup erst zum Backup macht

Ein Backup ist erst dann geprüft, wenn du es einmal zurückgespielt hast. Am besten auf einer Testumgebung, die manche Hoster als Staging-Funktion anbieten, oder lokal auf einem Rechner. Läuft die Seite dort mit allen Inhalten und Bildern, ist dein Backup brauchbar. Läuft sie nicht, hast du das an einem ruhigen Tag erfahren und nicht dann, wenn die Live-Seite weiß ist.

Diesen Test musst du nicht vor jeder einzelnen Änderung wiederholen, auch nicht vor jedem Update. Einmal pro Backup-Methode reicht, und danach wieder, wenn sich etwas grundlegend ändert, etwa ein Hoster-Wechsel. Wenn du einen Entwickler beauftragst, kannst du den Wiederherstellungstest auch als eigenen kleinen Auftrag vergeben. Er dauert selten lange und spart im Ernstfall viel. Wie du so etwas beschreibst, steht unter [Programmierer beauftragen](https://kleinerauftrag.de/auftrag-beschreiben/programmierer-beauftragen/).

Das fertige Backup gehört in jede Auftragsvorbereitung, zusammen mit einem [eigenen Zugang für den Entwickler](https://kleinerauftrag.de/abwicklung/zugangsdaten-sicher-weitergeben/). Und wenn du Akzeptanzkriterien festlegst, nimm ruhig einen Satz auf, dass vor dem Livegang gesichert wird. Beispiele dafür findest du in den [Akzeptanzkriterien für kleine Aufträge](https://kleinerauftrag.de/auftrag-beschreiben/akzeptanzkriterien-beispiele/).

Wer Backups, Updates und Überwachung nicht selbst organisieren will, kann das an einen Anbieter für [Hosting und Betrieb](https://onlinebuilders.biz/solutions/hosting) abgeben. Für alle anderen gilt: Mach heute ein manuelles Backup mit Datenbank und Dateien, leg es an zwei Orten ab und plane für nächste Woche eine Stunde ein, um es auf einer Testumgebung einzuspielen.

## Schritt für Schritt

1. **Datenbank exportieren** Exportiere die Datenbank per phpMyAdmin, Hoster-Oberfläche oder mysqldump als .sql-Datei. Die Datenbank zuerst sichern.
2. **Dateien sichern** Lade alle Dateien der Website per SFTP oder als Archiv vom Hoster herunter, inklusive Konfigurationsdateien wie wp-config.php und .htaccess.
3. **Beides zusammen ablegen** Lege Datenbank-Export und Dateien mit Datum im Namen zusammen in einem Ordner ab.
4. **An mehreren Orten speichern** Bewahre drei bis fünf Stände an verschiedenen Orten auf, etwa beim Hoster, in einem Cloud-Speicher und lokal.
5. **Wiederherstellung testen** Spiel das Backup auf einer Testumgebung ein: erst die Dateien, dann die Datenbank. Erst wenn die Seite dort läuft, ist das Backup geprüft.

## Häufige Fragen

### Reicht das automatische Backup meines Hosters?

Als Grundlage oft ja, als einziges Backup nicht. Prüf, wie viele Tage es zurückreicht, ob du selbst wiederherstellen kannst und ob es Kosten verursacht. Vor einer Änderung lohnt zusätzlich ein eigener Stand, der nicht beim selben Anbieter liegt.

### Wie oft sollte ich ein Backup machen?

Die WordPress-Dokumentation nennt für kleine Seiten mit wenigen Beiträgen wöchentlich, für stark besuchte Seiten mit vielen Beiträgen täglich und zusätzlich immer vor einem Update. Für Shops mit täglichen Bestellungen ist täglich das Minimum.

### Wie viele Backups sollte ich aufbewahren?

Mindestens drei bis fünf aktuelle Stände, empfiehlt die WordPress-Dokumentation, verteilt auf verschiedene Orte. So hast du noch einen sauberen Stand, wenn ein Fehler erst nach einigen Tagen auffällt.

### Gilt der Datenschutz auch für Backups?

Ja. Ein Backup enthält dieselben Kundendaten wie die Website. Es gehört verschlüsselt oder zumindest zugriffsgeschützt abgelegt, und wer es speichert, etwa ein Cloud-Dienst, ist datenschutzrechtlich ein Auftragsverarbeiter.

Foto: John from USA, CC BY 2.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Backup_Backup_Backup_-_And_Test_Restores.jpg)